Medizin Medien Austria GmbH

Konsensus Statements

Schmerz bei psychiatrischen Erkrankungen

Schmerzgeschehen ist mit einer Reihe von psychiatrischen Diagnosen vergesellschaftet. Häufig ist der körperlich wahrgenommene chronische Schmerz oft erst der Anlass, um ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Am häufigsten besteht der Zusammenhang zwischen Schmerz und depressiven Erkrankungen.Titelseite_KONSensusNeuroPsy_Schmerz2015_jh_kjk

Für das Jahr 2015 wird in Österreich davon ausgegangen, dass rund 1,7 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen leiden, die wiederum aufgrund der hohen individuellen Stressbelastung zu psychischen Folgeerscheinungen führen können.
Das vorliegende Konsensus-Statement befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Schmerzsyndrome einschließlich Diagnostik und Differenzialdiagnostik und legt den Schwerpunkt auf die medikamentöse Th erapie und das physiologische Verständnis. Es soll ein Fortbildungsangebot an ÄrztInnen – FachärztInnen für Psychiatrie und/oder Neurologie/Psychotherapeutische Medizin, AllgemeinmedizinerInnen, InternistInnen und andere Fachbereiche –, aber auch eine Information für Angehörigengruppen und in der Gesundheitspolitik Tätige sein und ein besseres Verständnis sowie ein vertieftes Wissen um den Einsatz verschiedener Psychopharmaka, die Indikationsstellung der Medikamente und die Therapieplanung ermöglichen.

Wie bei den vorangegangenen Konsensus-Statements der ÖGPB wurde das nun vorliegende Konsensus-Dokument mit österreichischen ExpertInnen im schriftlichen Austausch erarbeitet. Das hier vorgestellte Statement stellt die konsensuelle Meinung der TeilnehmerInnen dieser Arbeitsgruppe dar. Diese Arbeit wurde auch durch die finanzielle Unterstützung verschiedener Firmen ermöglicht, denen wir an dieser Stelle recht herzlich danken möchten.
Wir hoffen sehr, dass Ihnen dieses Konsensus-Statement „Schmerz bei psychiatrischen Erkrankungen“ bei der Behandlung von PatientInnen nützlich ist, und wie immer würden wir uns über Rückmeldungen für die nächste geplante Auflage freuen.

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Demenzerkrankungen – Medikamentöse Therapie

Demenzerkrankungen gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter und erreichen bei den 95- bis 99-Jährigen bereits 45%. Das Alter ist eindeutig der wichtigste Risikofaktor für das Auftreten dieser demenziellen Erkrankung, und der Pflegeaufwand steigt mit zunehmendem Schweregrad und der Notwendigkeit der stationären Pflege massiv an. Das Wissen um die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten der demenziellen Erkrankungen hat sich in letzter Zeit, insbesondere seit Einführung moderner Antidementiva, deutlich erhöht. Die Aufklärung der Angehörigen über die Symptomatik und den Zeitverlauf der Erkrankung ist insofern wichtig, da dadurch falsche Erwartungen korrigiert werden können bzw. eine adäquate Einschätzung im Umgang mit der Symptomatik erreicht werden kann.Titelseite_KONSensusNeuroPsy_Demenz2015_jh_kjkVA5

Das vorliegende Konsensus-Statement ist ein Update des erstmals 2006 herausgebenen Konsensus und befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Demenzerkrankungen einschließlich Diagnostik und Differenzialdiagnostik und legt den Schwerpunkt auf die medikamentöse Therapie. Es soll ein Fortbildungsangebot an Ärzte – Fachärzte für Psychiatrie und/oder Neurologie, Allgemeinmediziner, Internisten und anderer Fachbereiche –, aber auch eine Information für Angehörigengruppen und in der Gesundheitspolitik Tätige sein und ein besseres Verständnis sowie ein vertieftes Wissen um den Einsatz verschiedener Antidementiva, die Indikationsstellung der Medikamente und die Therapieplanung bei Demenz ermöglichen. Wie bei den vorangegangenen Konsensus-Statements der ÖGPB wurde das nun vorliegende Konsensus-Dokument mit österreichischen Experten im schriftlichen Austausch erarbeitet. Das hier vorgestellte Statement stellt die konsensuelle Meinung der Teilnehmer dieser Arbeitsgruppe dar. Diese Arbeit wurde auch durch die finanzielle Unterstützung der forschenden Industrie und in Zusammenarbeit mit der
Österreichischen Gesellschaft für Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie (ÖGAPP) ermöglicht. Wir möchten ihnen an dieser Stelle recht herzlich danken.

Obwohl versucht wurde, in diesem Konsensus-Papier den aktuellen Stand der Wissenschaft und der täglichen Praxis wiederzugeben, ist es uns bewusst, dass bereits bei Schriftlegung der eine oder andere Aspekt überholt sein könnte, so dass geplant ist, in regelmäßigen Abständen wieder eine Neuauflage zu erarbeiten.
Wir hoffen sehr, dass Ihnen dieses Konsensus-Statement „Demenz“ für die Behandlung und das Verständnis demenzieller Erkrankungen nützlich ist, und wie immer würden wir uns über Rückmeldungen
für die dritte Auflage freuen.

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Erkrankungen des Pankreas

Das aktualisierte Konsensus-Statement zur Diagnostik und Behandlung von Pankreaserkrankungen liegt vor Ihnen, rechtzeitig zum 5. Österreichischen Pankreastag, der durch Ihren Input wieder ein Stück aktueller geworden ist!

Interdisziplinäre Kooperation ist beim Thema Pankreas bereits selbstverständlich geworden, und das reflektiert auch der breite Bogen an AutorInnen und Teilgebieten im vorliegendem Konsensus-Statement. Die Themen reichen von entzündlichen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse über das Adenokarzinom und zystische Tumore bis zu neuroendokrinen Tumoren.

Wir hoffen, dass Ihnen dieses Werk neuerlich in praxisnaher Weise helfen wird, Ihre PatientInnen in bestmöglicher Form zu begleiten.

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Psychopharmakotherapie beim älteren und hochbetagten Menschen

Bei älteren und hochbetagten Menschen sind nicht nur körperliche, sondern Deckblatt
auch psychiatrische Erkrankungen in einem höheren Ausmaß vorhanden. Dabei kommt es vorrangig zum Auftreten von demenziellen Zustandsbildern, zu depressiven Störungen, Angsterkrankungen sowie Erkrankungen mit einer psychotischen Symptomatik.

Die zur Verfügung stehenden Medikamente haben sich zwar in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert und weisen eine höhere Differenziertheit auf, bedacht werden müssen jedoch die Pharmakodynamik und Pharmakokinetik sowie das Interaktionspotenzial der Substanzen.

Neben den psychopharmakologischen Therapien kommt auch der Behandlung der z.B. internistischen Grunderkrankungen wie Bluthochdruck bzw. Diabetes mellitus eine große Bedeutung zu. Ebenso müssen sozialpsychiatrisch-psychotherapeutische Maßnahmen unter Einbeziehung der Angehörigen individualisiert in das Therapiekonzept aufgenommen werden.

Das vorliegende Konsensus-Dokument wurde im persönlichen Austausch mit den Autoren und im schriftlichen Austausch mit den in das Editorial Board einbezogenen Kollegen erarbeitet und stellt somit eine konsensuelle Meinung dar. Wir hoffen, dass das vorliegende Konsensus-Statement zum besseren Verständnis und zur Behandlung dieser Patientengruppe beiträgt und dass die erarbeiteten Inhalte auch von politischen Gremien zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

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Depot-Antipsychotika/-Neuroleptika

Deckblatt

Die Akut- und Langzeittherapie schizophrener Erkrankungen wurde in den vergangenen Jahren durch die Verfügbarkeit von neueren Medikamenten entscheidend verbessert. Nebenwirkungen,die früher im Vordergrund standen und die Patienten zusätzlich zu ihrer Erkrankung stigmatisierten, finden sich erfreulicherweise nur mehr sehr selten. Dadurch hat sich die Adhärenz verändert, und Patienten diskutieren mit ihrem Behandlungsteam die verschiedenen medikamentösen, aber auch psychotherapeutischen und soziotherapeutischen Hilfestellungen.

In den vergangenen Jahren wurden neuere Depot-Antipsychotika eingeführt, die eine wertvolle Bereicherung der Therapie schizophrener Patienten darstellen und insbesondere für die Langzeittherapie erfolgversprechend sind. Bereits bei der stationären Behandlung werden die Vor- und Nachteile den Patienten und deren Angehörigen mitgeteilt, so dass die Depotmedikation häufig als Mittel der Wahl angesehen wird.

Die Weiterentwicklungen und Neuzulassungen von Depot-Antipsychotika waren nun Anlass für die Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB), das bereits im Jahr 2006 erstmals publizierte Konsensus-Statement einer weiteren Überarbeitung zu unterziehen. Dies geschah sowohl in persönlicher Diskussion als auch im schriftlichen Austausch.

Wir hoffen, dass es uns wieder gelungen ist, Ihnen eine wertvolle Unterstützung für eine effektive und praxisnahe Therapie in der täglichen Praxis zu geben, und wir würden uns auch sehr freuen, wenn politische Gremien nicht nur die festgehaltenen Diagnose- und Therapiecharakteristika als Ausgangspunkt für einen effektiven Umgang mit schizophrenen Erkrankten heranziehen würden, sondern auch die pharmaökonomischen Berechnungen in ihre Überlegungen einbeziehen könnten.

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Bipolare Störungen

Das vorliegende Konsensus-Statement wurde ursprünglich im Jahre 2003 verfasst, eine erste Überarbeitung 2007 erstellt, und nun kam es im Sommer 2013 zu einer weiteren notwendigen Überarbeitung, die dem neuesten Wissensstandard angepasst ist. In einem umfangreichen und mehrmaligen schriftlichen Austausch wurde eine konsensuelle Meinung der Autoren, die als Experten auf dem Gebiet der Diagnostik und Behandlung bipolarer Erkrankungen in Österreich angesehen werden, herbeigeführt. Die Patronanz dieses Papers hat wie bei den Vorversionen die Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB) übernommen, um einer der grundlegenden Zielsetzungen dieser Gesellschaft gerecht zu werden, die eine qualifizierte, dem neuesten Wissensstand entsprechende Fortbildung zum Wohl der uns anvertrauten Patienten zum Inhalt hat. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei jenen zwei forschenden Pharmafirmen bedanken, die dieses Projekt für die Drucklegung finanziell unterstützt haben und die auch wesentlich für die Entwicklung spezifischer Medikamente für die bipolare Erkrankung beigetragen haben.

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Agitation beim psychiatrischen Notfall

Cover_Agitation_psych_notfall.70Agitation, ob im Gefolge einer psychischen oder einer somatischen Erkrankung, ist häufig ärztlicher Alltag. Dies gilt sowohl für den intra- als auch für den extramuralen Bereich. Die besondere Situation, vor die ein agitierter Patient den Behandler stellt, kann eine große Herausforderung sein. Es geht nicht nur darum, beim betroffenen Patienten möglichst rasch diesen agitierten Zustand zu behandeln, sondern auch die Umfeldfaktoren, in denen dieser Patient behandelt wird, seinen körperlichen Zustand und mögliche Erkrankungen zu berücksichtigen.

Im vorliegenden österreichischen Konsensus-Statement, das von Experten, die im klinischen Alltag diese Patienten behandeln, erstellt wurde, werden die wichtigsten Informationen zum Thema Agitation auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zusammengefasst und praxisgerecht aufbereitet. Ursachen und Phasen der Agitation werden ebenso ausführlich behandelt wie die therapeutische Haltung in der Notfallsituation. Auch der Umstand, warum die Sicherheit für Patient und Behandlerteam im Vordergrund steht, wird betont. Welche therapeutischen Strategien sich im Falle eines agitierten Patienten als sinnvoll erweisen, darauf wird ausführlich eingegangen ebenso wie auf die wichtigsten und neuesten pharmakologischen Interventionsmöglichkeiten.

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Schlafstörungen bei psychiatrischen Erkrankungen

cover_kons_schlafstoerungen1112_70x99Der Schlaf ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Wohlbefindens und bei nahezu allen psychiatrischen Krankheiten in unterschiedlicher Art verändert. Häufig stellen Schlafstörungen das erste Symptom einer psychiatrischen Erkrankung dar, und sie werden auch im Rahmen der bestehenden Restsymptomatik beobachtet, die eine höhere Rückfallswahrscheinlichkeit ankündigt. Insgesamt sind unter jungen Menschen etwa zehn Prozent von Schlafstörungen betroffen, bei über 65-Jährigen leidet ein Drittel unter gestörtem Schlaf. Die Ursachen dafür variieren stark.

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Depression – Medikamentöse Therapie

cover_Kons_Depressionen1112_70x99In der Diagnostik, Behandlung und dem Verständnis depressiver Erkrankungen haben sich in den vergangenen zehn Jahren verschiedene Neuerungen ergeben, so dass nun die dritte revidierte Fassung des ursprünglich im Jahr 2001 erstmals herausgegebenen ÖGPB-Konsensus-Statements zur Depression, das im Jahr 2007 revidiert wurde, vorliegt. Wie zuvor wurde dieses Konsensus-Statement sowohl im persönlichen Gespräch als auch im schriftlichen Austausch mit den teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen durchgeführt.

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ADHS

cover_Kons_ADHS_cc_2012_jh_jh_70x98Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) zählen zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Es wird davon ausgegangen, dass etwa drei bis zwölf Prozent aller Kinder unter ADHS leiden. Die große Schwankungsbreite in den Prävalenzzahlen lässt sich durch das Anwenden unterschiedlicher Klassifizierungssysteme erklären. Wie bei vielen psychiatrischen Diagnosen handelt es sich auch beim Störungsbild der ADHS um ein wissenschaftliches Konstrukt, für dessen klinische Relevanz es international und transkulturell viele Belege gibt, zu dessen Validität jedoch noch nicht alle Fragen beantwortet sind. Auch die rasanten Fortschritte der Molekularbiologie und der Neurowissenschaften führten nicht dazu, ein klares biologisches Substrat der Störung zu beschreiben. Unbestritten ist die biopsychosoziale Entstehungs- und Verlaufsdynamik des Störungsbildes ADHS mit allen seinen Komorbiditäten. In den internationalen Konsensus-Statements zur Diagnostik und Behandlung von ADHS besteht Übereinstimmung über die Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Diagnostik- und Therapiekonzeption, die gleichrangige Bedeutung von psychoedukativen, verhaltensmodifizierenden und medikamentösen Therapiemethoden für die Kernsymptomatik sowie eine sorgfältige Erfassung und Behandlung der häufigen Komorbiditäten beinhalten.

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Übelkeit und Erbrechen

print_Konsensus_Emesi.pdfDie Frau nimmt nicht nur beim Vorliegen gynäkologischer Malignome eine Sonderstellung in der Onkologie ein. In erster Linie wird ihre hormonelle Situation durch Tumortherapien häufig beeinflusst. Eine Amenorrhö und/oder der Verlust der Fertilität oder das Auftreten belastender Wechselbeschwerden stellt eine besonders belastende Einschränkung der Lebensqualität dar.Daneben aber haben insbesondere Studien der letzten Zeit Hinweise dazu erbracht, dass bei Frauen mit onkologischen Therapien die Übelkeit und das Erbrechen weniger gut kontrolliert werden können als bei Männern. Hier kann heute durch den Einsatz moderner Antiemetika wie Neurokinin-1-Hemmer oder 5-HT3-Serotonin-Antagonisten eine teilweise Kompensation gegenüber Männern erzielt werden.

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„Therapieresistente Depression“

cover_Kons_TRDDas Nichtansprechen auf eine antidepressive Therapie ist ein relevantes klinisches Problem und eine therapeutische Herausforderung für jede behandelnde Ärztin und jeden behandelnden Arzt. Es wird zurzeit zwischen unterschiedlichen Formen des Ansprechens auf eine antidepressive Therapie unterschieden, die sich unter dem gemeinsamen Begriff der „komplexen Depression“ zusammenfassen lassen. Neben dem ungenügenden Ansprechen auf eine Therapie kann zusätzlich eine therapieresistente Depression und in weiterer Folge eine therapierefraktäre bzw. auch eine chronische Depression unterschieden werden.

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Mehrwegtextilien im OP

kons_cover_mehrweg0811_70x99Seit Jahren wird eine Vielfalt von hochwertigen Textilien im operativen Bereich verwendet. Sie kommen vor allem als Abdeckung des Operationsgebietes und als Schutzkleidung zum Einsatz. Bei der Auswahl von geeigneten Materialien spielen nicht nur grundlegende Anforderungen an das Material selbst, sondern auch die Anforderungen aus der Sicht der Anwender und der Patienten sowie die Einbeziehung ökonomischer und ökologischer Aspekte eine maßgebliche Rolle.

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Suizidalität

print_Kons_Suizid_2011.pdfDie Betreuung von Patienten mit suizidalem Verhalten obliegt nicht nur in der Klinik tätigen Ärzten, sondern auch niedergelassenen Fachärzten und Ärzten für Allgemeinmedizin. Da Patienten nur in seltenen Fällen Suizidgedanken oder -pläne selbst ansprechen, kann eine rechtzeitige Diagnose, Krisenintervention und Behandlung lebensrettend sein.

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Antidepressive Therapie

cover_Kons_Antidepressiva_1110_70x99Depressionen, die in Verbindung mit somatischen Erkrankungen auftreten, wurde lange Zeit kein besonderes Augenmerk geschenkt. Vielmehr wurden Depressionen infolge von schweren Krankheiten als „normal“ und als der Situation angemessen und damit erklärbar betrachtet und insofern nicht weiter beachtet. In den letzten Jahren hat entsprechend der sogenannten Vulnerabilitätshypothese (vgl. auch Resilienzforschung) glücklicherweise ein Umdenken eingesetzt. Denn Depressionen, egal in welchem Zusammenhang sie auftreten, belasten die Patienten stark und können – etwa auch wenn die Ursachen in somatischen Erkrankungen zu suchen sind – die Behandlung der somatischen Erkrankung erschweren.

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Code of Conduct

untitledDas neue Strafrechtsänderungsgesetz 2008, das vom Parlament beschlossen und mittlerweile durch das Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetz 2009 wieder abgeschwächt wurde, stellt Ärzte vor neue Herausforderungen. Wie in Amerika werden nun auch in Österreich Richtlinien zur Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pharmaindustrie auf einer breiteren Basis diskutiert. Die Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB) möchte ihren Mitgliedern Richtlinien und Handlungsempfehlungen aufzeigen, die ein rechtlich abgesichertes Zusammenarbeiten zwischen den verschiedenen Partnern im Gesundheitswesen ermöglichen. Denn die Fragestellungen, mit denen wir uns am Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends auseinandersetzen müssen, sind vielfältig: Sie reichen von der Frage, ob Honorare, die ein Forscher von einem Pharmaunternehmen, etwa für Vortragstätigkeit, bezogen hat, offengelegt werden sollten, über das Thema „Studien in Zusammenarbeit mit der Industrie“ bis hin zu gesponserter Fortbildung durch die pharmazeutische Industrie im stationären und niedergelassenen Bereich.

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Angststörungen – Medikamentöse Therapie

cover_angst09_70x99Angsterkrankungen zählen gemeinsam mit Depressionen zu den häufigsten Erkrankungen auf dem Gebiet der Psychiatrie und stellen auch in anderen organmedizinischen Richtungen, z.B. der inneren Medizin, einen bedeutsamen Faktor dar. Während vor etwa 20 Jahren lediglich zwischen Angstneurosen und Phobien unterschieden wurde, finden sich nun in der Fachliteratur Unterscheidungen wie z.B. spezifische Phobie, soziale Phobie, Panikstörung mit/ohne Agoraphobie, generalisierte Angsterkrankung, posttraumatische Belastungsstörung sowie Zwangsstörung. Diese Erkrankungen zeigen einen unterschiedlichen Erkrankungsbeginn und -verlauf und bedürfen daher unter einem klinisch-praktischen Gesichtspunkt einer speziellen Beachtung. So kann eine Komorbidität zwischen den Angsterkrankungen untereinander bestehen, jedoch ist diese auch mit anderen psychiatrischen Erkrankungen, vorwiegend der Depression, möglich. Die Bedeutsamkeit der Komorbidität liegt einerseits im Verlauf, andererseits in der Schwere der Erkrankung, da z.B. bei einer komorbiden Angsterkrankung und Depression von einer langsameren Genesung und von höheren Suizidraten ausgegangen werden muss.

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Prostatakarzinom beim älteren Mann – Richtlinien für die Behandlung

cover-Prostatakarzinom_70x99Die Bevölkerungsentwicklung unseres Landes – wie auch aller westlichen Industriestaaten – verläuft ident mit einer dramatischen Zuname des Alterssegments der Hochbetagten. Mit Blick auf tumorepidemiologische Basisdaten werden wir deshalb bereits in naher Zukunft eine erhebliche Zunahme der Inzidenz bösartiger Erkrankungen haben, die etwa ab 2020 die Erkrankungsstatistiken, aber auch die Sterbetafeln anführen werden.

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Generika und Originalpräparate in der Psychiatrie

untitledGenerische Psychopharmaka werden in der Psychiatrie breit verwendet und sind in letzter Zeit häufig sowohl in Fachkreisen als auch in den Medien diskutiert worden. Die Zulassung von Generika ist national und international geregelt, und auf EU-Ebene ist zurzeit eine Überarbeitung der seit 1998 vorhandenen Richtlinien in Ausarbeitung. Da sowohl niedergelassenen Ärzten als auch Spitalsärzten häufig die Frage gestellt wird, ob denn generische Psychopharmaka gleich wirksam und mit einer vergleichbaren Nebenwirkungsrate behaftet sind wie die Originalpräparate, soll das vorliegende Konsensus-Statement österreichischer Fachkräfte dazu beitragen, das Thema auf eine rationale Grundlage zu stellen. Dabei werden sowohl Zulassungsmodalitäten als auch Fragen der Bioäquivalenzstudien und rechtliche Aspekte besprochen. Die praktische Empfehlung beinhaltet, dass die Umstellung von einem Originalpräparat auf ein Generikum bzw. von einem Generikum auf ein anderes Generikum einer Neueinstellung entspricht.

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Schizophrenie – Medikamentöse Therapie

untitledDiagnostik und Therapie schizophrener Erkrankungen sind nach wie vor Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung. Während früher lediglich die klinische Beschreibung der Erkrankung im Vordergrund stand, werden nun schon seit geraumer Zeit operationalisierte diagnostische Instrumente eingesetzt, die auch über die Grenzen von Sprachräumen hinaus verbindlich und vor allem verständlich die mit der schizophrenen Erkrankung verbundene Problematik charakterisieren. Insbesondere moderne bildgebende Verfahren ermöglichen in letzter Zeit erweiterte Einsicht in die biologischen Veränderungen bei Schizophrenie.

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Substanzbezogene Störungen und psychiatrische Erkrankungen

Cover-Kons_SuchtAbhängigkeitserkrankungen und ihre Auswirkungen sind nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus gesellschaftspolitischer Sicht ein hochaktuelles Thema. Stoffgebundene genauso wie nicht stoffgebundene und verhaltensbezogene Abhängigkeitserkrankungen erlangen zunehmend mediale Aufmerksamkeit. Sie werden als Spiegel einer sich verändernden Gesellschaft gesehen und aus dem Blickwinkel der Pädagogik, der Soziologie und der Gesundheitsökonomie ebenso intensiv diskutiert wie in der Medizin selbst, und hier im Speziellen in der Psychiatrie.

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Gehirn und Harnblase

Cover-GH-Kons07Es ist auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort erkennbar, warum diese beiden Organe in Beziehung gebracht werden, wo sie doch so weit voneinander entfernt sind. Es gibt auch wenige Ärzte/innen, die sowohl Gehirn als auch Harnblase in ihr therapeutisches Konzept einbeziehen und Wirkung und erwünschte Arzneimittelwirkung der jeweiligen Medikamente vor Augen haben. Aus vielen Untersuchungen wissen wir, dass die Zahl der verschreibenden Ärzte und die Anzahl der unerwünschten Arzneimittelwirkungen sich gegenseitig beeinflussen und potenzieren.

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Osteoporose 75+

Cover-Kons-OsteoEin hohes Lebensalter ist per se ein Risikofaktor für Osteoporose. Die mit dem Fortschreiten des Lebensalters zunehmend einhergehende Bewegungseinschränkung, das Auftreten von Erkrankungen sowie die häufig notwendige Multimedikation machen ältere Menschen noch verstärkt anfällig für Folgeerscheinungen der Osteoporose wie etwa Frakturen. Die Prävention und die Optimierung der unterschiedlichen Therapiestrategien bei Osteoporose in der Altersgruppe der über 75-Jährigen muss angesichts der demografischen Entwicklung höchste Priorität haben.

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Depression – Medikamentöse Therapie

Konsensus_Depression3_jh_kjk_low_CoverSechs Jahre sind vergangen, seit das erste ÖGBP-Konsensus-Statement zur Depression: Medikamentöse Therapie zusammengestellt wurde. Obwohl die Krankheit die gleiche geblieben ist, haben sich eine Reihe von neueren Gesichtspunkten dazu ergeben, insbesondere zur Therapie depressiver Erkrankungen. Wie bei diesen Konsensus-Statements notwendig, müssen daher die damit verbundenen Gesichtspunkte regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden, was wir mit diesem neuen Konsensus-Statement im interaktiven Austausch mit den TeilnehmerInnen initiiert und dann im schriftlichen Austausch festgelegt haben.

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Metabolisches Syndrom

Metabolisches_Syndrom_11_05_CoverMetabolisches Syndrom bei Patienten mit seelischen Erkrankungen
Das metabolische Syndrom, zu dem Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes gerechnet werden, stellt eine ernst zu nehmende gesundheitliche Bedrohung dar. Speziell die Gruppe der Patienten mit psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie, Depression oder bipolar affektiver Erkrankung haben in dieser Hinsicht ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Risiko für das auch als „Zivilisationserkrankung“ bezeichnete metabolische Syndrom. Viele psychiatrische Patienten sind aufgrund ihrer Erkrankung nicht in der Lage, einen gesunden Lebensstil einzuhalten, der unter anderem ausreichende Bewegung, bewusste Ernährung und Nikotinverzicht beinhaltet. Zusätzlich ist bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen häu?g die medizinische Versorgung eingeschränkt. Unerwünschte Wirkungen der psychopharmakologischen Behandlung können darüber hinaus zu Risikofaktoren wie Gewichtszunahme führen bzw. bestehende Risikofaktoren verstärken.

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Spielsucht – eine nicht stoffgebundene Abhängigkeit

Spielsucht-CoverDie in seiner gesundheitspolitischen Bedeutung stark zunehmende Thematik der nicht stoffgebundenen Abhängigkeiten kann bezüglich der Intensität seiner wissenschaftlichen Beforschung und öffentlichen Diskussion durchaus als Stiefkind der Suchtkrankenforschung bezeichnet werden. Der fehlende Hintergrund, das Wissen über Ursachen, Verbreitungsmodalitäten und Verlaufsdynamik, behindert naturgemäß auch die Entwicklung ausreichender Behandlungsstrategien und blockiert realistische Präventionsprogramme.

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Kinetische Therapie beim Intensivpatienten

konsensus_kinetische_therapEtwa jeder 6.000. Europäer erkrankt pro Jahr an einem ARDS. Dieses Syndrom ist nach wie vor mit einer hohen Mortalität verbunden und hat zur Entwicklung verschiedenster Behandlungsstrategien beigetragen. Eine dieser Behandlungsstrategien stellt die kinetische Therapie dar, die entweder als intermittierende Bauchlagerung bzw. als kontinuierliche axiale Rotationstherapie in der Behandlung des Lungenversagens von unseren Intensivstationen nicht mehr wegzudenken ist.

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Parkinson-Demenz

parkinson_konsensusEuropäische und nordamerikanische epidemiologische Studien haben eine Prävalenz der Parkinson-Krankheit von 160 pro 100.000 gefunden. In Österreich dürften demnach bis zu 20.000 Menschen an Morbus Parkinson erkrankt sein. Dank verbesserter therapeutischer Möglichkeiten ist die Lebenserwartung von Parkinson-Patienten während der letzten Jahre deutlich gestiegen. Mit dem höheren Alter steigt jedoch das Risiko, zusätzlich an einer Demenz zu erkranken. In der klinischen Praxis wirft die Parkinson-Demenz eine Reihe von Fragen auf und stellt hohe Anforderungen an die behandelnden Spezialisten.

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Magenschutz bei NSARs

cover-magenUnter der Patronanz der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie sowie der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie haben die Mitglieder des Experten-Komitees allgemein gültige Richtlinien auf Basis der vorhandenen Literatur zum Thema Magenschutz bei NSAR erarbeitet.

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Arthrose: Diagnostik & Therapie

cover-arthroseDie Mitglieder des Expertenkomitees haben sich zum Ziel gesetzt, für die Praxis allgemein gültige Richtlinien zur Therapie der nicht zu Unrecht als Volkskrankheit apostrophierten Arthrose zu erarbeiten. Dieses Thema hat im Rahmen der von der WHO ausgerufenen „Bone and Joint Decade“ höchsten Aktualitätswert. Die Europäische Gesellschaft für Rheumatologie (EULAR) hat zu diesem Thema zu Beginn dieses Jahrtausends Guidelines erarbeitet und veröffentlicht, die im Rahmen des vorliegenden Konsensus-Statements berücksichtigt wurden.

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Community Acquired Pneumonia (CAP)

cover-CAPErstmals ist es gelungen, für Österreich einen konsensuellen Therapiestandard betreffend der „ambulant erworbenen Pneumonie“ („Community Acquired Pneumonia“ – CAP) zu entwickeln. Unter der Patronanz der Österreichischen Gesellschaft für Chemotherapie (ÖGCH) und des „Arbeitskreises für Infektiologie“ der Österreichischen Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose (ÖGLUT) hat ein interdisziplinäres Team bestehend aus Infektiologen, Mikrobiologen, Pädiatern und Pulmologen das Papier erarbeitet.

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Nadelstichverletzungen: Risiko – Prophylaxe – Prävention

cover-nadelstichDie Dunkelziffern von nicht gemeldeten Nadelstichverletzungen liegen laut allen nationalen und internationalen Untersuchungen bei 80 bis 90 Prozent. Daher haben sich die Mitglieder des interdisziplinär zusammengesetzten Expertenkomitees zum Ziel gesetzt, bei den betroffenen Berufsgruppen der ÄrztInnen, des Diplompflegepersonals, des medizinischtechnischen Personals, der Hebammen sowie des Reinigungspersonals Bewusstsein für dieses gravierende Problem zu schaffen.

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Cholesterin 2. ACCC 2002

cover-cholesterin02In Anbetracht der noch immer weitab führenden Todesursache atherosklerosebedingter Gefäßerkrankungen in Österreich ist die Erarbeitung und Durchsetzung einheitlicher Richtlinien zur Diagnose und Therapie der Fettstoffwechselstörungen, des wesentlichsten Risikofaktors, eine zentrale gesundheitspolitische Aufgabe. Der österreichische Cholesterin- Konsens in seiner letzten Fassung von 1995 (1. ACCC ’95) hat Zielwerte erstmals definiert, die noch heute unverändert Gültigkeit haben und später von anderen Richtlinien (NCEP) in ihren Inhalten ebenfalls übernommen wurden.

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Tumorschmerz: Interdisziplinäres Management

cover-tumorschmerzDie Mitglieder des Expertenkomitees haben sich zum Ziel gesetzt, durch Vereinheitlichung und Standardisierung zu einer Qualitätsverbesserung onkologischer Therapiemaßnahmen beizutragen. Es ist wichtig, dass diese Strategien immer wieder dem neuesten Kenntnisstand angepasst werden. Das nun vorliegende Konsensus-Statement fasst den aktuellen Stand zum interdisziplinären Management des Tumorschmerzes zusammen. Bei der Aufbereitung wurde großer Wert auf eine praxisnahe und praxisrelevante Form gewählt. Besonders die Tabelle mit einem Überblick aller in Österreich zugelassener und gebräuchlicher Substanzen sowie das Flussdiagramm zum Einsatz von Medikamenten in der Therapie des Tumorschmerzes sollen Ihnen als Hilfe in Ihrer täglichen Praxis dienen.

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Postoperative Übelkeit & Erbrechen

cover-erbrechenJeder dritte bis vierte Patient wird nach einem operativen Eingriff von Übelkeit und Erbrechen heimgesucht. Eine große Zahl von Patienten hat vor dieser PONV (Post Operative Nausea and Vomiting) mehr Angst als vor der eigentlichen Operation. Ganz abgesehen davon, dass in der modernen Medizin die Zufriedenheit und das Wohlbefinden des Patienten ein vorrangiges Behandlungsziel sind.

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Schizophrenie: Medikamentöse Therapie

cover-osteoporoseDie Diagnostik und Therapie schizophrener Erkrankungen war in den vergangenen Jahren häufig Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Während früher lediglich die klinische Beschreibung der Erkrankung im Vordergrund stand, werden nun operationalisierte diagnostische Instrumente eingesetzt, die auch über die Grenzen von Sprachräumen hinaus verbindlich und vor allem verständlich die mit der schizophrenen Erkrankung verbundene Problematik charakterisieren.

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Osteoporose- Prävention und -Therapie

cover-osteoporoseIm Rahmen unserer Bemühungen, allgemeingültige Richtlinien für die Osteoporose zu erarbeiten, ist es an der Zeit, das Konsensus-Statement „Osteoporose-Prävention und -Therapie“ aus dem Jahr 1999 zu überarbeiten und zu aktualisieren. In den vergangenen vier Jahren sind auf dem Gebiet der medikamentösen Therapie der Osteoporose zahlreiche neue Substanzen, Darreichungsformen, die zu einer deutlichen Verbesserung der Patientencompliance geführt haben, sowie eine Fülle neuer Daten hinzugekommen.

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Thermoregulation in der Anästhesie

cover-thermoPerioperative Hypothermie ist eine häufige und ernst zu nehmende Komplikation der Anästhesie und Chirurgie. Sie entsteht dadurch, dass alle Anästhetika eine Inhibition der zentralen und peripheren thermoregulatorischen Kontrolle hervorrufen und zusätzlich der Patient einer gewissen Kälteexposition während der Operation ausgesetzt ist. Beides führt dazu, dass die Körpertemperatur der Patienten während der Operation absinkt. Selbst milde perioperative Hypothermie verursacht zahlreiche Komplikationen wie z.B eine erhöhte Inzidenz postoperativer Wundinfektionen, vermehrten perioperativen Blutverlust, verlängerten Metabolismus verschiedenster Medikamente und eine verlängerte Aufenthaltsdauer im Aufwachraum.

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